St-Gotthard-Gymnasium punktet wieder bei Experimente antworten

In den Herbstferien 2019 und an mehreren darauffolgenden Samstagen trafen sich 7 Schülerinnen und Schüler des St.-Gotthard-Gymnasiums in der Schule, um die Aufgaben des Wettbewerbs Experimente antworten zu bearbeiten.

Die Versuche starteten mit der Frage: Wie kann man mit Kartoffeln tolle Schäume erzeugen? Man reibe eine Kartoffel, drücke den Brei durch ein Tuch aus und mische den erhaltenen Kartoffelsaft mit Kontaktlinsenreiniger, dann entsteht ein super Schaum. Die Schüler untersuchten, im welchem Verhältnis beide Flüssigkeiten gemischt werden müssen, um die größte Schaummenge zu erzeugen. Wurde der Schaum zerschlagen, konnte mithilfe der Glimmspanprobe nachgewiesen werden, dass die „Schaumbläschen“ aus Sauerstoff bestanden. Die Kartoffelstärke, die aus dem Kartoffelsaft gewonnen werden konnte, wurde zu Brei verkocht, mit Glycerin versetzt und auf Plastikfolien dünn ausgestrichen. Nach dem Trocknen des Breis stellten die SchülerInnen fest, dass aus dem ursprünglichen Brei eine Folie entstanden ist, die ähnliche Eigenschaften wie Plastikfolie hatte. Die Eigenschaften dieser Kartoffelstärkefolie wurden im Vergleich zu Plastikfolien untersucht. So wurden die Reißfestigkeit, die Beständigkeit gegenüber Wasser, Brennverhalten sowie die Hitze- und Kältestabilität geprüft. In letzter Übung stellten die Schülerinnen und Schüler ein kompostierbares Bio-Einweggeschirr her. Dazu sammelten sie Herbstlaub, pressten und trockneten es und klebten es mit Kartoffelstärkebrei auf einen aufgeblasenen Luftballon. Nachdem der Stärkebrei getrocknet war, konnte der Luftballon entfernt werden und es blieb eine stabile Laubschüssel zurück.

Die Versuche wurden von den Schülerinnen und Schülern kreativ bearbeitet und mit Freude zum Ergebnis geführt. Die größte Herausforderung war jedoch, die Versuche sorgfältig zu dokumentieren.  Die erste Hürde für die Fünftklässler war das Verwenden des Computers zum Schreiben und zum Erstellen von Diagrammen, was für sie neu war. Die zweite Hürde war das konkrete Beschreiben der Versuche. Was wurde in welcher Reihenfolge gemacht? Was wurde beobachtet? Welche Schlüsse können daraus gezogen werden? Diese Fragen umfassend in einem zusammenhängenden Text zu beantworten, war ein langwieriges Unterfangen und für die meisten die größte Hürde bei dem Wettbewerb. Dennoch haben alle Teilnehmer des St.-Gotthard-Gymnasiums diese Hürden mit Bravour gemeistert. So erreichten fünf der sieben Teilnehmer die bestmögliche Wertung und erhielten neben der Urkunde auch einem kleinen Preis. Die anderen beiden Schülerinnen erzielten die zweitbeste Bewertung.

Schulleiter Johann Lummer gratulierte den Schülerinnen und Schülern herzlich bei der Überreichung der Urkunden. Es überwältigt immer wieder zu sehen, wie Schülerinnen und Schüler des St.-Gotthard-Gymnasiums neben dem Ganztagsschulsystem die Begeisterung und Freude finden, sich in ihrer Freizeit mit einem solch zeitintensiven und herausfordernden MINT-Wettbewerb auseinanderzusetzen. Die meisten aus der Gruppe werden auch die zweite Runde in den Faschingsferien und einigen Wochenenden danach bearbeiten. Der Schulleiter und die betreuende Lehrkraft Dr. S. Bank wünschten den Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Spaß und Erfolg bei dem Wettbewerb.

Sophia Schneider, Dr. Stefanie Bank, Paul Lechner, Alexandra Bircheneder, Corinna Brunnbauer, Hannah Zitzelsberger, Konstantin Peschler und Schulleiter Johann Lummer nach der Urkundenübergabe.

Corinna Brunnbauer und Sophia Schneider beim Zusammenmischen der Zutaten für einen Kartoffelstärkebrei.

Corinna Brunnbauer und Sophia Schneider mit ihrer Einweg-Laubschüssel. Gefüllt wurde sie mit einem Schoko-Muffin.

Paul Lechner und Julian Herbst bei der Glimmspanprobe.

Konstantin Peschler und Paul Lechner beim Reiben von Kartoffeln.

Versuchsreihe von Konstantin Peschler, Paul Lechner und Julian Herbst zum Ermitteln des optimalen Mischungsverhältnisses von Kartoffelsaft mit Kontaktlinsenreiniger, um die größtmögliche Schaummenge zu erzielen.